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Wandern auf dem Werra-Burgen-Steig =
Wandern in Niedersachsen - Hessen - Thüringen

Seit 1885 von Hann. Münden bis zur Wartburg,
nach der deutschen Teilung in zwei Routen gespalten und
nun bis zu den Werraquellen am Rennsteig zu bewandern

Wie herrlich muss es sein, zu den stolzen Burgen an den hohen Werraufern hinauf zu steigen und von dort weit in die Welt zu schauen - das dachten wohl die Wanderfreunde des Werratalvereins, als sie sich heranmachten, von Hann. Münden bis zur Wartburg einen Wanderweg zu markieren, den sie 1885 eröffnen konnten. Die innerdeutsche Grenze hat diesen Fernwanderweg wie so vieles geteilt. Auf zwei Trassen hat er seine Zeit gefristet, die eine führte vom Ludwigstein bis zur Burg Tannenberg, die andere durchs Eichsfeld bis zur Ruine Brandenburg. Heute umschließen beide das Grüne Band und bilden schon für sich viele neue Wandermöglichkeiten.

Weil man vom Werratal - einmal gekostet - aber nicht genug bekommen kann, wird der Steig gerade fortgeführt. Auf altbewährten oder neu angelegten, aber auf jeden Fall beliebten Wanderwegen wird er bald bis zu den beiden Werraquellen im Thüringer Wald fortgeführt und zu bewandern sein.

Die Premiumwanderwege rund um Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf und Eschwege verbindend, romantischer Wanderpfad zwischen Hanstein, Teufelskanzel und Kloster Hülfensberg, Burgenstürmer vom Normannstein bis zur Creuzburg, setzt er sich nun fort mit Blick zum Monte Kali, vorbei am Wendelstein in Vacha hinauf zur Krayenburg bei Tiefenort. Gleich erreicht er den Frankenstein über Bad Salzungen, wechselt hinüber zum Altensteiner Landschaftspark bei Bad Liebenstein, führt über das seenreiche Breitungen hinauf zur lieblichen Burg Maienluft über der Karnevalsstadt Wasungen, am Schloss Landsberg vorbei um Meiningen bis zur Basilika des Klosters Veßra und von dort hinauf nach Masserberg und Siegmundsburg, wo der Fluss entspringt, an dem so viele Burgen angesiedelt sind.

Fast 500 km und so viele Möglichkeiten - für lange und kurze Strecken, für Runden oder Kombitouren mit Rad und Boot, für Frühlingstouren im jungen Buchengrün des Hainichs und der Rhön, für kühle Sommerwanderungen mit hochgerollten Hosen, für farbenfrohe Herbstmärsche oder Winterwanderungen mit den Schneeschuhen.

Da gibt es viel zu entdecken: Wehrkirchen, Franziskanerklöster, Jugendburgen, Ritterfeste, Sängerkriege, Landschaftsparks und Kirchhofgärten, gute Kost, Kunst am Weg und Zauber der Natur und viele freundliche Wandersleute unterwegs.